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"Es gibt Dinge, die man nie vergisst"

12.05.18

Heide Roser ist seit über sechs Jahrzehnten beim Roten Kreuz aktiv.

Heide Roser

Ein Erste-Hilfe-Kurs bei Johann Armbruster und Josef Schneller in der Markgrafenschule brachte sie 1958 als 13-Jährige mit dem DRK in Kontakt. Wenig später wurde sie Mitglied. Obwohl der Kurs damals Pflicht war, lernte die Klasse mit Begeisterung, wie man erste Hilfe leistet und Verbände anlegt, erzählt sie im Gespräch. Der sogenannte Dienstabend fand alle vierzehn Tage statt und gemeinsam übten sie unter anderem Verbände anzulegen. Ihre Freundinnen waren anfangs mit dabei, sind aber nicht geblieben.

"Der Zusammenhalt hat immer gut funktioniert. Man hat dazu gehört", sagt Roser über den Verein. Seit 30 Jahren organisiert sie als Bereitschaftsleiterin Veranstaltungen wie die Blutspende und den Stand auf dem Emmendinger Weihnachtsmarkt mit selbstgekochtem Glühwein und Stricksachen wie Socken. Die Bewirtung bei Seniorennachmittagen der Stadt oder der Seniorenfasnacht gehören außerdem mit zu ihren Aufgaben. "Ich bin stolz auf meine Tätigkeit und mache es gerne", sagt sie.

In Emmendingens polnischer Partnerstadt Sandomierz war sie 21 mal mit dem DRK, zweimal in Rumänien und viermal in Budapest. Mit dem Wagen des DRK fuhren sie meist mit zwei oder drei Fahrern abwechselnd ohne Zwischenstopp. Nach Polen dauerte die 1397 Kilometer lange Fahrt meist sechzehn Stunden, wenn sie an der Grenze nicht aufgehalten wurden. "Wir wurden überall immer herzlich empfangen," sagt sie. Vor Ort belieferten sie Krankenhäuser, das DRK, Kindergärten, Kinder- und Altersheime mit Gebrauchsgegenständen wie Verbänden, Instrumenten oder auch Betten aus dem ZfP und dem Kreiskrankenhaus.

Vieles von diesen Hilfsgüterfahrten ist Roser noch gut in Erinnerung geblieben – besonders die Freude im Kinderheim. "Die Kinder waren immer glücklich über Schokolade und Spielsachen. Sogar über Zahnpasta haben sie sich gefreut. Für uns ist das hier unvorstellbar. Das hat uns sehr gefreut", erinnert sie sich.

Kinderheime wie in Rumänien hat sie noch gut in Erinnerung. "Da stand Bettchen an Bettchen und es teilten sich zwei oder drei Kinder ein Bett. Das war auch für mich zu viel und ich musste wieder raus. Es gibt Dinge, die man nie vergisst", erzählt sie.

Diese Einsätze des DRK-Ortsvereins dauerten meist drei bis fünf Tage. Heide Roser war 43 Jahre lang Sparkassenangestellte in Emmendingen und konnte sich frei nehmen, wann immer es für ihre Tätigkeit beim DRK nötig war. Sie ist seit zehn Jahren verwitwet, hat zwei Kinder und zwei Enkelkinder mit denen sie gerne Zeit verbringt. Gerne fährt sie mit dem Fahrrad und schwimmt im Emmendinger Schwimmbad. Auf den Tag, an dem es dieses Jahr wieder öffnet, freut sie sich besonders.

Wichtig ist für sie vor allem die Gemeinschaft im Verein. "Andere müssen zu einem stehen und man muss zusammenhalten. Der Zusammenhalt ist das A und O," sagt sie. Es sei wichtig gleich miteinander zu sprechen, wenn es Probleme gibt. Ihrer Meinung nach ist der DRK-Ortsverein wichtig für die Gemeinschaft und für Emmendingen, weil diese selbst viele Veranstaltungen organisieren und bei Veranstaltungen präsent sind. "Nichts wird mehr ohne das Rote Kreuz gemacht," sagt sie.

12.05.18 14:59 Uhr. Alter: 164 Tage